Argumente für Jugendschutz
In den Internetcommunitys wird gerade bei Indizierungen oft sehr einseitig debattiert. Wir wollen hier einmal darlegen, dass es auch gute Argumente für Jugendschutz gibt.
Gewalt stumpft ab
Jugendliche sind in einer sensiblen und prägenden Phase ihres Lebens. Wer um sich herm Gewalt erlebt, der neigt auch eher selbst dazu Gewalt anzuwenden. Studien belegen, dass viele Jugendliche nicht mehr in der Lage sind zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden, so glauben Zuschauer von Daily Soaps, sie wären mit den Akteuren ihrer Lieblingsserien wirklich befreundet und entwickeln so eine unheimliche Nähe, die noch unheimlicher wird, wenn das identifizierte Umfeld ein gewaltaffines ist
Eltern überfordert
Selbst wenn die Eltern ihre Sprösslinge vor medialer Gewalt schützen wollen, sind sie ohne staatliche Unterstützung chancenlos. Wir werden jeden Tag mit hunderten Medien auf der Straße konfrontiert, die Eltern ihren Kindern nicht ernsthaft verbieten können. Genauso wie die Einschätzung ob ein Titel gewaltfördernd ist, eine professionelle und zeitaufwendige Auseinandersetzung erfordert, die für Eltern bei der Vielzahl der Titel, die über Filius Schreibtisch gehen nur schwerlich möglich ist. Deshalb ist es wichtig, dass der Staat da mitwirkt, und dafür sorgt, dass zumindest die eindeutigsten Titel nur schwer zu erreichen sind. Die Eltern erhalten über die Altersfreigabe auf der Verpackung und die mögliche Indizierungen auch einen Maßstab, den sie bei der Bewertung anlegen können.
Exzessiver Gewalteinsatz
Es gibt mittlerweile Spieletitel deren Inhalt eigentlich nurnoch besonders exzessiver Gewalteinsatz ist. Spiele, die sich nur darüber verkaufen wollen, dass sie insbesondere Jugendlichen Meere von Blut versprechen. Spiele die sich über ihr hohes Gewaltniveau definieren sollten in öffentlichen Geschäften nicht zu erwerben sein.

